Man könnte sich fragen, warum ein Autor, der kaum Deutsch spricht, sich an einen Lyrikband in dieser Sprache wagt. Um diese Frage zu beantworten, muss man sich zunächst eine andere stellen: Was ist eigentlich Poesie? Für den Autor – das Kind zweier Künstler – sind die meisten Gedichte lediglich ein Vorwand, um Kunst zu schaffen. Die Grenze zwischen dem, was als ‚Poesie‘ gilt, und dem, was als ‚Kunst‘ wahrgenommen wird, ist fließend. Einige der sogenannten ‚Gedichte‘ in diesem Band sind unleserlich, während manche ‚Kunstwerke‘ wiederum viele Wörter und ideografische Elemente enthalten. Ist dies also ein Buch mit deutschen Gedichten? Anstatt an einer starren Vorstellung davon festzuhalten, was Poesie sein sollte, möchte ich den Leser einfach dazu einladen, die Texte zu lesen und sie auf sich wirken zu lassen.
Sofern nicht anders angegeben, sind alle Texte in diesem Band KI-gestützte Übersetzungen. Fehler gibt es reichlich, und grammatische Stolpersteine sind keine Seltenheit. Doch vielleicht besitzen einige der Texte dennoch einen gewissen Wert. Falls Sie die Rauheit der Übersetzungen stört, betrachten Sie die Werke einfach als ‚bildhafte Gedichte‘. Wenn auch nur ein paar Wörter bei Ihnen nachhallen – wunderbar! Die meisten Werke sind eher halbgare, ungeschliffene Gebilde. Vielleicht verdient nur ein kleiner Teil davon das Prädikat ‚vollendet‘. Doch ist das nicht auch die Art, wie das Leben selbst ist? In diesem Sinne können alle Texte als ‚authentisch‘ gelten, auch wenn die Worte bisweilen wunderlich erscheinen.“