T Newfields: Poesie, Kunst und Dialoge

Der Autor auf 28. Dezember 2009
Warum sollte ein Autor, der nur wenig Deutsch spricht, ein Buch mit deutscher Dichtung produzieren? Zur Beantwortung dieser Frage ist es notwendig zuerst ein andere Frage zu stellen: Was ist Poesie? Für den Autor (das Kind zweier Künstler) sind die meisten Gedichte nur ein Vorwand, um Kunst zu schaffen. Die Grenze zwischen dem, was als »Poesie«, und dem, was als »Kunst« gilt, ist nicht stabil. Einige der sogenannten »Gedichte« in diesem Band sind unleserlich. Manche der so genannten »Kunstwerke« enthalten viele Wörter und ideographische Elemente. Ist dies also ein Buch mit deutscher Dichtung? Anstelle einem Vorurteil zu gehorchen, was Poesie ist oder nicht ist, ermutige ich den Leser einfach zu lesen und zu genießen.

Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Texte in diesem Band Computer-Übersetzungen. Fehler gibt es zuhauf. Grammatikalische Missgeschicke sind häufig. Aber vielleicht haben die Texte doch einen gewissen Wert. Falls Sie die Rohheit der Übersetzungen stört, betrachten Sie die Arbeiten einfach als »bildliche Gedichte«. Wenn ein paar von den Worten dabei mitschwingen – großartig! Die meisten der Werke sind unausgegoren und unverfeinert. Vielleicht verdient nur 10% des Inhalts »fertig« genannt zu werden. Aber ich glaube, dass das, was wir gemeinhin »Leben« nennen, auch roh und unvollständig ist. In diesem Sinne können alle Texte als authentisch gelten, auch wenn die meisten der Übersetzungen es nicht sind.

(Übersetzt von Rainer Schulzer)

– T Newfields