Nur ein Hamburger?

Eine Betrachtung über die Folgen des Rindfleischkonsums

nur ein hamburger? - ein kunstwerk von t newfields


„Du hältst doch nur einen Hamburger in der Hand“, sagst du.
Doch genau hier fängt die Geschichte erst an.

Du hältst damit auch eine Wirtschaftsmaschinerie am Laufen
und entscheidest dich für eine Lebensweise nach Fastfood-Mustern.

Du befürwortest die Schlachtung von Tieren
und akzeptierst den stillen Preis, den die Bequemlichkeit fordert.

Du sagst Ja zu industrieller Massentierhaltung,
zu synthetischen Zusatzstoffen, Wegwerfverpackungen
und Löhnen, dünn wie Papierservietten,
für die Hände, die dein Essen zubereiten und servieren.

Jeder Hamburger trägt eine weitaus größere Last:
kahl geräumte Felder, für Weideland gerodete Wälder,
ausgetrocknete Flüsse, aufsteigendes Methan
und Getreide, das für Hungernde bestimmt war,
stattdessen aber an Rinder verfüttert wird,
um die Wohlhabenden zu ernähren.

Schau genauer zwischen die beiden Brötchenhälften.
Dort liegt eine ganze Welt von Entscheidungen –
ethische, ökologische und wirtschaftliche –,
so dicht zusammengepresst
wie das Patty auf deinem Teller.

Jeder Bissen erzählt eine Geschichte.
Die Frage ist nicht nur, was du kaust,
sondern welche Art von Erde, welche Art von Zukunft
dein Appetit mitgestaltet.